Marienkrankenhaus Soest

Marienkrankenhaus Soest

Widumgasse 5, 59494 Soest

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Senator-Schwartz-Ring 8 (im Christlichen Klinikum Soest West), 59494 Soest
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116117 und ärztlicher Bereitschaftsdienst | KVWL | Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe

Geschichte

Modernes Haus mit Tradition

Im Jahr 2025 erfolgte die Fusion mit dem KlinikumStadtSoest zum Christlichen Klinikum Soest mit den Standorten Mitte (ehem. Marienkrankenhaus) und West (ehem. KlinikumStadt Soest). Die Historie beider Häuser bis dahin finden Sie hier.

 

Historie Marienkrankenhaus Soest

1857-2025

Marienhospital um 1908

Das Marienhospital, später Marienkrankenhaus und heutige Christliche Klinikum Soest Mitte, entstand Mitte des 19. Jahrhunderts aus sozialer Not im Zuge der beginnenden Industrialisierung. Verschlechterte Lebensbedingungen und wachsendes christliches Verantwortungsbewusstsein führten 1846 unter Dechant Nübel, Pfarrer an St. Patrokli, zur Initiative, eine eigene Krankenanstalt zu errichten. Nach der Genehmigung 1855 wurde ein Grundstück an der Filzenstraße erworben und bereits 1857 öffnete das Marienhospital Soest mit rund 30 Betten seine Türen.

1860 entstand ein Erweiterungsbau für Schwestern, Näh- und Kinderbewahrschule. Mit zunehmender Bevölkerung und steigendem Krankenaufkommen folgten weitere Ausbauten. Im Jahr 1887 erhielt das Marienhospital an der Filzenstraße einen neuen Trakt, wodurch die Kapazität auf 70 Betten und sieben Schwestern anwuchs.

1892/1893
Das durch die Zeit aneinandergesetzte Marienhospital entsprach mit der Zeit nicht mehr den sanitätspolizeilichen Anforderungen. Vor diesem Hintergrund machte man sich auf die Suche nach einem geeigneten Standort für einen Neubau. Als Standort für den Neubau wurde die Liegenschaft der ehemaligen Lisette-Wäscherei, auch „Regenhertz-Platz“ genannt, gewählt, auf der heute das Christliche Klinikum Soest Mitte an der Widumergasse steht.

Am 30. November 1896 wurde das neue Marienhospital eingeweiht. Die Kapelle im Obergeschoss des Nordflügels entstand im neugotischen Stil nach Entwürfen des Soester Architekten Ferber. Zusätzlich wurde ein Ökonomiegebäude mit Werkstätten und Viehställen errichtet, das etwa ein Sechstel des Lebensmittelbedarfs des Krankenhauses deckte bevor die eigenbetriebliche Landwirtschaft 1957 aufgegeben wurde.

Eine prägende Persönlichkeit war Franz Anton Haas, der an der Entwicklung der ersten Röntgengeräte nach Angaben von Konrad Röntgen mitwirkte. Haas entwickelte die Röntgentechnik am Marienhospital weiter und gilt heute als Pionier der Röntgenologie, geehrt auf dem Röntgenologen-Ehrenmal in Hamburg und im Ehrenbuch der Röntgenologen aller Nationen. Zu seinen Ehren wurde im Soester Norden eine Straße nach ihm benannt.
Noch während Soest die Kriegsschäden beseitigte, begann das Marienhospital, seine Kapazitäten zu erweitern. 1955 entstand ein neues Schwesternheim, 1958 ein moderner Westflügel mit Operationsabteilung, Ambulanzen und zusätzlichen Betten. Im Jahr 1961 erfolgte die Umbenennung aus dem bisherigen „Marienhospital“ wurde nun das „Marienkrankenhaus“.

In den folgenden Jahrzehnten folgten zahlreiche Modernisierungen und Neubauten, darunter eine Krankenpflegeschule (1971), die erste Anästhesie- und Intensivabteilung Nordrhein-Westfalens (1975), neue OP-Bereiche (1989–1991) sowie Erweiterungen und Sanierungen.

2004 trat die Katholische Kirchengemeinde St. Pankratius Möhnesee-Körbecke der Trägergesellschaft bei. Seit 2007 gehört das Haus zum Katholischen Hospitalverbund Hellweg, der heute mehrere Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und medizinische Versorgungszentren in der Region umfasst. In den letzten Jahrzehnten wurde das Krankenhaus kontinuierlich modernisiert, seine Strukturen ausgebaut und die Versorgung für die Region stetig weiterentwickelt. Im Jahr 2025 erfolgte unter dem Dach des Hospitalverbundes die Fusion des Klinikums Stadt Soest mit dem Christlichen Klinikum Soest (CKS). Das Christliche Klinikum Soest mit den Standorten Mitte (Widumgasse 5) und West (Senator-Schwartz-Ring 8) bietet eine umfassende zukunftsgerichtete Gesundheitsversorgung vor Ort.

Historie Klinikum Stadt Soest

-2025

Die Geschichte des Soester Klinikums reicht einige Jahrhunderte zurück. Am Anfang stand das sogenannte „Hohe Hospital“, das gegen Ende des 12. Jahrhunderts in der alten Pfalz eingerichtet wurde. Das Hospital wurde von dem in Soest ganz allgemein als Wohltäter verehrten Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg gestiftet. Heute ist von diesem Bauwerk, das über Jahrhunderte hinweg das Soester Stadtbild durch seine Größe und Form mitgeprägt hat, lediglich die sogenannte Wittekindsmauer erhalten geblieben.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde am Hellweg ein neues Krankenhaus gebaut. Doch wurden die Kranken nur 15 Jahre später bereits in ein anderes Hospital verlegt, das kurz zuvor von einem Soester Privatmann auf dessen eigene Kosten errichtet worden war. Dieses Hospital wurde 1701 abgebrochen. Aus den gewonnenen Steinen baute man ein neues Haus, das 4 Jahre später bezogen wurde.

Vom Steingraben zum Senator-Schwartz-Ring
Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts wollte die Stadt, vor allem aus hygienischen Gründen, dieses letztgenannte Haus durch ein neues Gebäude ersetzen. Dieses entstand am Steingraben. Nachdem der Bau 1907 fertig gestellt wurde, konnte er im Februar 1908 bezogen werden. Bis Oktober 1936 wurden die Kranken durch die Diakonissen des Mutterhauses Witten gepflegt. Danach übernahmen die Schwestern der sogenannten nationalsozialistischen Volkswohlfahrt die pflegerische Betreuung. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges pflegten zunächst wieder die Ev. Diakonissen die Kranken. 1948 übernahm die Schwesternschaft der Westf. Frauenhilfe in Soest diese verantwortungsvolle Aufgabe. Seit Beginn der 60er Jahre gab es keine Verbandsschwestern mehr. Die freien Schwestern wurden in städtische Dienste übernommen. Der Krankenhausausschuss der Stadt Soest erwog daraufhin, das Haus den modernen Anforderungen eines Krankenhauses anzupassen.

Über die endgültige Gestaltung wurde jedoch bis Ende 1965 kein verbindlicher Beschluss gefasst. Zwei Jahre später ging man in Zusammenarbeit mit dem deutschen Krankenhausinstitut daran, ein Betriebs- und Bauprogramm für einen Neubau zu entwickeln. Der Rat der Stadt Soest hatte am 18. Mai 1967 den Neubau am Senator-Schwartz-Ring beschlossen. Im Oktober 1969 wurde dann der Zweckverband zur Errichtung und Finanzierung des Neubaus des Stadtkrankenhauses zwischen Kreis u. Stadt Soest gegründet. Am 22. August 1972 wurde der erste Spatenstich getätigt. Gut fünf Jahre später 1977 waren Neubau und Umzug am Senator-Schwartz-Ring abgeschlossen.

Aus dem Soester Stadtkrankenhaus wird das KlinikumStadtSoest
2007 wurde das Krankenhaus vom Eigenbetrieb der Stadt Soest in eine GmbH umgewandelt. Anfang 2008 folgte die Umbenennung in „Klinikum Stadt Soest“. Dies war gleichzeitig der Startschuss für eine Reihe von Erweiterungen – sowohl strukturell als auch baulich – die unter dem strategischen Titel „Klinikum 2012“ durch den Aufsichtsrat des Klinikums sowie den Rat der Stadt Soest festgelegt und freigegeben wurden. Der erste Schritt war die Grundsteinlegung für den neuen Mittelbau, die im August 2009 erfolgte. Das neue Zentralgebäude, das bis Mai 2011 schrittweise in Betrieb genommen wurde, gab dem Klinikum durch die großzügige, lichtdurchflutete Eingangshalle mit Café nicht nur sein neues Gesicht. Mit einer interdisziplinären Wahlleistungsstation, dem ambulanten OP-Zentrum, dem Präventions- und Therapiezentrum Soest Vital sowie dem Patientenhotel wurde auch das Leistungsspektrum strukturell erweitert. Hinzu kamen Praxen für niedergelassene Ärzte und vor allem das Deutsche CyberKnife-Zentrum, mit dem das KlinikumStadtSoest als erste Krankenhaus-Einrichtung in Deutschland diese neue Strahlentherapie für Krebspatienten anbieten konnte.

2012 folgten dann mit dem Umzug des Restaurants Am Enten-Teich in den Mittelbau und dem Abriss der alten Räumlichkeiten die ersten Vorbereitungen für das neue Projekt: den Anbau West, eine Erweiterung des Bettenhauses. Der Grundstein wurde im Juni 2013 gelegt. Nach zweijähriger Bauzeit ging das neue Gebäude im Frühjahr 2015 in Betrieb. Der u-förmige Anbau erstreckt sich über fünf Etagen und bietet neben neuen Patientenzimmern auch eine Erweiterung der intensivmedizinischen Abteilung sowie der Geburtshilfe mit einer modernen Wöchnerinnenstation. Ein weiterer Bestandteil des Anbaus ist das neue Zentrum für Altersmedizin. Im Zuge des umfangreichen Bauprojektes wurde auch die Liegendanfahrt des Klinikums erneuert und ein weiterer Schockraum für Notfallpatienten eingerichtet.

Aaron Ursel
Der Kaufmann Aaron Ursell war ein in Schweden lebender Deutscher jüdischer Abstammung. Über Verwandte bestand Kontakt zur Stadt Soest. In seinem Testament aus dem Jahr 1896 hatte er verfügt, 1/6 seines Erbes dem Vorgänger des KlinikumStadtSoest, dem Kranken- und Waisenhaus Soest, zur Verfügung zu stellen.

Gemeinsam mit der damaligen israelischen Gemeinde und der Stadt Soest wurde der Erbanteil in eine unselbständige Stiftung eingebracht, die bis heute als Sondervermögen der Stadt Soest geführt wird.

Die Zinsen aus dem Stiftungsvermögen werden dem KlinikumStadtSoest als wirtschaftlich selbständiger Nachfolger des Kranken- und Waisenhauses Soest jährlich zur Verfügung gestellt. Es handelt sich hierbei um eine finanzielle Größenordnung von rd. 350,- Euro.