Ärztliche Leitung
Dr. Golo Brodik
Facharzt für Allgemeine Chirurgie
Facharzt für Viszeralchirurgie
Zusatz-Qualifikationen:
- DEGUM Stufe I
Zusatz-Weiterbildungen:
- Spezielle Viszeralchirurgie
- Proktologie
- Ärztliches Qualitätsmanagement
Jährlich werden deutschlandweit knapp 100.000 Patienten an der Schilddrüse operiert. Unser Team der Allgemein- und Viszeralchirurgie setzt in der Schilddrüsenchirurgie stets modernste Methoden wie Neuromonitoring und Lupenbrille in der OP-Technik ein. So werden feinste benachbarte Strukturen geschont und die Operationen sicher und ohne Nebenwirkungen durchgeführt.
Beim Menschen befindet sich die Schilddrüse am Hals unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre. Sie hat die Form eines Schmetterlings und versorgt den Körper mit Hormonen, die für den Stoffwechsel und das Zellwachstum auch und insbesondere von neugeborenen Kindern wichtig sind. Erkrankungen der Schilddrüse können unter anderem zu Störungen des Hormonstoffwechsels und eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse hervorrufen. In Jodmangel-Gebieten besteht die Gefahr, dass ein knotenartiger Kropf (Struma) entsteht. Er kann zu Schluckstörungen und Atemnot führen und eine Schilddrüsen-Operation notwendig machen.
Weitere Indikationen, die eine Schilddrüsen-OP nötig machen können, sind eine Überfunktion (Hyperthyeose) der Schilddrüse und der Verdacht auf ein Karzinom. Bei bestimmten Schädigungen kann eine ganze oder teilweise Entfernung (Resektion) der Schilddrüse nötig werden. Unseren Ärzten steht für die Schilddrüsenchirurgie u. a. modernes Gerät zur Kontrolle der Stimmbandnerven während der Operation zur Verfügung. So werden dauerhafte Nervenschäden und daraus resultierende Heiserkeit vermieden.
Die Schilddrüsenchirurgie stellt einen Schwerpunkt innerhalb unseres Operationsspektrums dar.
Die Gründe für eine Schilddrüsenoperation sind vielfältig, meistens ist jedoch eine Knotenbildung der Anlass für die Operation, wobei aber lange nicht jeder Knoten operiert werden muss. Nur wenn der Knoten aufgrund seiner Größe stört, oder aber verdächtig darauf ist, dass er bösartig sein könnte, ist der Weg zum Chirurgen dringend zu empfehlen.
Ein anderer Grund für eine Operation der Schilddrüse sind Autoimmunerkrankungen, und zwar insbesondere der Morbus Basedow. Diese erste Erkrankung geht mit einer Überfunktion der Schilddrüse einher, manchmal auch mit bestimmten Symptomen im Bereich der Augen. Die andere Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die Hashimoto-Thyreoiditis, ist nur in Ausnahmefällen der Anlass für eine Operation.
Für alle Schilddrüsenoperationen gilt, dass es ein Risiko gibt, dass es durch die Operation zu einer Funktionsstörung der Stimmbandnerven kommt, da diese unmittelbar hinter der Schilddrüse her zum Kehlkopf ziehen. Es ist in unserem Hause Standard, dass alles getan wird, um dieses Risiko zu minimieren. Dazu gehört neben der nervenschonenden Operationstechnik mit der Lupenbrille insbesondere das sogenannte Neuromonitoring, also die Funktionskontrolle der Stimmbandnerven schon während des Eingriffs. Dies geschieht mit der elektronischen Ableitung des Nervensignales über eine spezielle Sonde. Genauso wie auf die Stimmbandnerven wird aber auch auf die Nebenschilddrüsen geachtet, die bei der Operation ebenfalls nicht verletzt werden sollten, da ansonsten eine Störung des Kalziumstoffwechsels entstehen kann.
Minimal Access Surgery: Diese Methode erlaubt bei größtmöglicher Sicherheit beste chirurgisch kosmetische Ergebnisse (Halsschnittlänge = Resektatgröße). Die Größe des Hautschnittes richtet sich nach der jeweiligen Größe der zu entfernenden Schilddrüse und nach der jeweiligen anatomischen Situation. In aller Regel wird der Schnitt und damit die spätere Narbe aber nicht länger als ca. 4 – 5 cm.
Das Ausmaß der Operation richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung:
Unserer Klinik ist Mitglied im Deutschen Schilddrüsenzentrum. Das Deutsche Schilddrüsenzentrum ist eine Plattform von Ärztinnen und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln in besonderem Maße mit der Schilddrüse beschäftigen.
Sekretariat der Chefärzte Dr. Golo Brodik und PD Dr. Ghadimi
T: 0 29 21 / 391 - 16 50
F: 0 29 21 / 391 - 15 48
Terminvereinbarung zur stationären und ambulanten Aufnahme
T: 0 29 21 / 391 - 45 90
Sprechstunden Chefarzt Dr. Golo Brodik
nur nach telefonischer Vereinbarung
donnerstags 10.30 - 15.00 Uhr
Sprechstunden Chefarzt PD Dr. Markus Ghadimi
Termine nach Vereinbarung
montags 10.30 - 15 Uhr
Bitte mitbringen: Vorbefunde, soweit vorhanden (aktuelle Untersuchungsbefunde, Röntgenbilder auf CD, aktueller Medikamenten-Plan)
Christliches Klinikum Soest | MITTE
(ehem. Marienkrankenhaus)
Widumgasse 5
59494 Soest