Fach­kliniken

Zentren & Einrich­tungen

Experten

Marienkrankenhaus Soest

Telefon: 0 29 21 / 391 - 0

Marienkrankenhaus Soest

Widumgasse 5, 59494

112

Bei bedrohlichen Situationen bitte sofort den Rettungsdienst rufen!

Notaufnahme

Telefon: 0 29 21 / 391 - 4213

Weitere Informationen

Hausärztlicher Notfalldienst

Riga-Ring 20, 59494 Soest
Telefon: 0 29 21 / 7 66 49

Öffnungszeiten:

Mo, Di, Do 18 bis 22 Uhr
Mi, Fr 13 bis 22 Uhr
Sa, So und an Feiertagen 8 bis 22 Uhr

Erkrankungen der Hüfte und Beckenosteotomien

Hüftdysplasie

Die Hüftdysplasie ist eine Störung der Entwicklung des Hüftgelenkes. Die Entwicklung des menschlichen Hüftgelenkes erfolgt in der Gebärmutter. Im Idealfall bildet sich eine optimale Form und stabile Verbindung aus, welche ein Leben lang eine beschwerdefreie Funktion ermöglicht. Leider können sowohl genetische als auch externe Faktoren die Entwicklung ungünstig beeinflussen, sodass frühzeitig eine Degeneration des Gelenkknorpels droht.

Auch wenn durch die Ultraschalluntersuchung im Neugeborenenscreening (U3 bzw. U2 bei Risikofaktoren) ein Großteil der Hüftgelenksdysplasien erkannt und entsprechend behandelt wird, verbleibt bei einigen Patienten eine Restdysplasie.
Beim Nachweis einer Hüftgelenksdysplasie wird daher nach dem Säuglingsalter meistens eine Operation empfohlen, um einem vorzeitigen Hüftgelenksverschleiß entgegenzuwirken und die normale Entwicklung des Hüftgelenkes zu unterstützten. In vielen Fällen zeigt sich bis zum 3. Lebensjahr eine deutliche Verbesserung der Erkrankung, sodass bei milden Fällen bis zu diesem Alter abgewartet werden kann. Sollte danach eine relevante Restdysplasie vorhanden sein, besteht ein erhöhtes Risiko einen vorzeitigen Schaden des Gelenkknorpels zu erleiden. Durch die kurze Pfanne tritt am Rand dieser eine Überbelastung des Gelenkes auf. Durch den Muskelzug und die Neigung der Pfanne treten Scherkräfte auf, welche eine Verschlechterung der Situation und einen Knorpelschaden bewirken.

Beckenosteotomie

Das Ziel der chirurgischen Behandlung ist die Kontaktfläche im Hüftgelenk zu vergrößern, die Kapsel und Muskeln zu entspannen und die Hebelarmwirkung zu verbessern, damit Gelenkinstabilität und Arthrose verhindert werden.

Es stehen hierbei zahlreiche Operationsverfahren zur Verfügung, welche sich nach dem Schweregrad der Dysplasie, Erscheinungsbild des Hüftgelenkes und Nebenerkrankungen richten. Meistens wird eine sogenannte Beckenosteotomie durchgeführt. Hierbei wird die Hüftgelenkspfanne neu ausgerichtet, um die Überdachung des Hüftkopfes zu verbessern. Je nach Alter des Patienten werden zur Stabilisierung Drähte oder Schrauben in den Knochen eingebracht. In einigen Fällen kann es notwendig sein, gleichzeitig eine Osteotomie am Oberschenkelknochen durchzuführen. Im Marienkrankenhaus Soest führt das Team von Priv.-Doz. Dr. Klotz Beckenosteotomien ab dem zweiten Lebensjahr durch. In unserer Sprechstunde erfahren Sie nähere Details über den Eingriff, den stationären Aufenthalt und die Nachbehandlung.

Morbus Perthes

Der Morbus Perthes ist eine Hüftgelenkserkrankung im Kindesalter, welche typischerweise zwischem dem 6. und 8. Lebensjahr bei Jungen auftritt. Die Ursache der Erkrankung ist nicht eindeutig geklärt. Es besteht eine Durchblutungsstörung des Hüftkopfes, wodurch es zu Umbauprozessen des Hüftgelenkes kommt. Folgeschäden sind eine Fehlstellung des Hüftkopfes und in seltenen Fällen der Hüftpfanne. Diese Deformierung des Hüftgelenkes kann später zu einer vorzeitigen Arthrose des Hüftgelenkes führen. Daher ist es wichtig die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, um Folgeschäden vorzubeugen. In einigen Fällen muss eine Beckenosteotomie durchgeführt werden. Sollte es zu einer Deformität des Hüftgelenkes gekommen sein, sollte auch diese behoben werden, um einer Arthrose vorzubeugen. In der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie des Marienkrankenhaus Soest werden sowohl minimal-invasive Arthroskopien des Hüftgelenkes zur Behandlung von Verformungen des Hüftkopfes, aber auch größere Operationen bis hin zu Beckenosteotomien zur Vorbeugung einer Fehlstellung durchgeführt.

Epiphysiolysis capitis femoris

Die Epiphysiolysis Capitis Femoris, auch Juvenile Hüftkopflösung, ist eine orthopädische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Hauptsächlich tritt eine Epiphysiolysis Capitis Femoris in der Altersgruppe zwischen 10 und 14 Jahren auf. Dabei löst sich der Hüftkopf in der Wachstumsfuge auf dem Schenkelhals. Es handelt sich um einen Notfall, der sofort operativ versorgt werden muss. In der Hälfte der Fälle tritt die Erkrankung beidseitig auf. Durch die Erkrankung kann sich eine Fehlstellung der Hüfte entwickeln, wodurch ein erhöhtes Risiko einer vorzeitigen Arthrose des Hüftgelenkes besteht. Sollte bei Ihnen eine Deformität des Hüftkopfes nach stattgehabter Epiphysiolysis capitis femoris vorliegen, sollte diese behandelt werden. Unsere Ärztinnen und Ärzte der Orthopädie und Unfallchirurgie können Sie diesbezüglich beraten.

Impingement der Hüfte

Beim Impingement der Hüfte liegt eine mechanische Blockierung während des Bewegungsablaufs vor. Es kommt hierbei zu einem vorzeitigen Kontakt des Oberschenkelknochens mit der Hüftgelenkspfanne. Hierdurch können sowohl die Gelenklippe, das sog. Labrum, aber auch der Gelenkknorpel geschädigt werden. Bleibt das Impingement unbehandelt, kommt es zu Schmerzen und einer vorzeitigen Arthrose der Hüfte.

Ursache können der Einklemmung können Veränderungen am Oberschenkelknochen oder der Hüftpfanne sein. Meist lassen sich die Veränderungen durch eine Arthroskopie der Hüfte minimal-invasiv abtragen.

Kontaktinformationen

Ärztliche Leitung

Priv. -Doz. Matthias Klotz, MBA

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Kontakt Orthopädie und Unfallchirurgie

Fr. Hoffmeier
T: 0 29 21 / 391 - 18 50
F: 0 29 21 / 391 - 18 99

Terminvereinbarung zur stationären und ambulanten Aufnahme
T: 0 29 21 / 391 - 45 90

So finden Sie uns

Marienkrankenhaus Soest

Widumgasse 5

59494 Soest