Beatmungsstation
Für wen ist die Beatmungsstation gedacht?
Bei Menschen, die nicht invasiv und mehr noch bei Patienten, die invasiv beatmet werden, können Probleme auftreten. Diese Probleme betreffen sowohl die Abstimmung der Patienten mit dem Beatmungsgerät wie auch Probleme mit der Maske oder, noch gravierender, Probleme, die im Umgang mit einer liegenden Trachealkanüle auftreten können. Wir bieten auf unserer Beatmungsstation bei diesen Problemstellungen umfassende Expertise und Unterstützung. Zudem sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen sinnvoll und werden von den Kostenträgern (auch zum Zweck der sogenannten „Potentialerhebung“) zur Frage einer möglichen Entwöhnung vom Beatmungsgerät gefordert. Die umfassenden Messungen hierfür können gebündelt durchgeführt werden – bestenfalls mit dem Ergebnis, dass die Patienten auch ohne Beatmungsgerät wieder „frei atmen“ können. Patienten, die ein erstmalig ein Beatmungsgerät bekommen, werden auf der Beatmungsstation auf den Übergang in ihren häuslichen Alltag, in ein Pflegeheim, in eine Beatmungs-WG oder Beatmungs-Pflegeeinrichtung vorbereitet.
Wir bieten
- IPReG Potentialerhebung
- Optimierung der Beatmungseinstellung
- Trachealkanülenmanagement, inkl. Optimierung des Tracheostomas bei bestehenden Problemen
- Sekretmanagement, u.a. Cough Assist Einstellung/ Optimierung
- Abklärung einer Dysphagie
Was wird bei der Potentialerhebung untersucht?
Bei der Potentialerhebung überprüfen medizinische Experten mit Untersuchungen und zahlreichen medizinischen Messungen, ob eine Chance auf den Umstieg von der Trachealkanüle auf eine Maskenbeatmung oder sogar auf eine Entwöhnung von der Beatmung besteht. Diese ärztlichen Kontrolluntersuchungen müssen neuerdings regelmäßig stattfinden und können nun im Christlichen Klinikum Soest Mitte auf der eigens hierfür eingerichteten Station durchgeführt werden. Auf der Beatmungsstation stehen unterschiedliche medizinische Geräte zur Verfügung, um zu sehen, ob die neu begonnene oder bisherige Beatmung gut eingestellt und überhaupt notwendig. Zum medizinischen Check werden unter anderem Polysomnographie, Kapnographie (Überwachung des Kohlendioxyd-Gehaltes im Blut) und Kameraüberwachung eingesetzt. Dies setzt für die Kontrolle der eingestellten Beatmung neue Maßstäbe. Darüber hinaus können wir selbstverständlich Bronchoskopien, Sonographien und alle Röntgenuntersuchungen anbieten. Diese Untersuchungen sind für Patienten, die ein neues Beatmungsgerät erhalten, ebenso wichtig wie für diejenigen, die schon länger auf ein solches Gerät angewiesen sind.
Warum sind die Kontrolluntersuchungen wichtig?
Die Auswertungen der Messungen und Untersuchungen auf der Beatmungsstation zeigen, ob die von den Patienten verwendeten Beatmungsgeräte neu justiert, gegen andere ausgetauscht werden müssen oder komplett verzichtbar sind.
Patienten werden ganz individuell unterstützt, um das Beste aus der jeweiligen Beatmungssituation zu machen. Die medizinische Expertise bringt das pneumologische Team um Chefarzt Dr. Matthias Elbers, den Leitenden Oberarzt Heiner Hof und die Oberärztin der Beatmungsstation Maria Raluca Badita mit. Ein interdisziplinäres Team aus speziell fortgebildeten Pflegekräften, Physiotherapeuten, Atmungstherapeuten, sowie einer Logopädie (Cornelia Brune) mit der Möglichkeit zur FEES ist auf der Beatmungsstation eingebunden.
Wie lange dauert der Aufenthalt im Krankenhaus?
Auf der Beatmungsstation werden hauptsächlich zwei Patientengruppen versorgt: Einerseits sind es Patienten, die ein Beatmungsgerät haben und zur Kontrolle auf die Beatmungsstation kommen. Der Aufenthalt zum Check-Up dauert in der Regel nur wenige Tage.
Andererseits werden Patienten bei Neuverordnung eines Beatmungsgeräts auf den Übergang in ihren häuslichen Alltag, in ein Pflegeheim, in eine Beatmungs-WG oder Beatmungs-Pflegeeinrichtung auf der Beatmungsstation vorbereitet. Diese Übergangsphase kann einige Zeit in Anspruch nehmen.
Wie sieht es auf der Beatmungsstation aus?
Weil diese Station sich von dem übrigen Krankenhausbetrieb sehr unterscheidet, hat sie auch räumlich einen separaten Bereich bekommen. In einem Nebengang auf Ebene 3 des Krankenhauses sind die Zimmer mit den sieben Betten der Beatmungsstation untergebracht. Für Wohlfühlatmosphäre sorgen Wände in frischem Grün, Bilder von Tautropfen und klarer Luft. Die Innenausstattung zeigt: Hier geht es ums Atmen.
Wie ist die Ausstattung der Beatmungsstation?
Für die Messungen sind viele medizinische Geräte notwendig. Alle sieben Bettenplätze sind Monitorplätze, davon vier mit der Möglichkeit zur Polygrafie, Kapnografie und Kameraüberwachung.
Wie kann die Aufnahme erfolgen?
Online-Anmeldung Potentialerhebung gemäß IPREGKontaktinformationen
Chefarzt
Dr. Matthias Elbers
Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
Oberärztin
Dr. Maria Raluca Badita
Fachärztin für Innere Medizin und Pneumologie
Leitender Oberarzt
Dr. Heiner Hof
Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie
Stationsleitung
Sarah Schürer
Lidija Ter Schüren
Sekretariat
Petra Meise
T: 0 29 21 / 391 - 15 50
Öffnungszeiten des Sekretariats
Mo, Di, Do 8.00 - 17.00 Uhr
Mi 8.00 - 15.00 Uhr
Fr 8.00 - 15.00 Uhr
Kontakt Pneumologie, Allergologie, Schlafmedizin und Onkologie
Anmeldung Weaning
T: 0 29 21 / 391 - 5 052
F: 0 29 21 / 391 - 50 39
Anmeldung Schlaflabor
T: 0 29 21 / 391 - 15 54
F: 0 29 21 / 391 - 15 98
Anmeldung Beatmungsstation
T: 0 29 21 / 391 - 65 355
F: 0 29 21 / 391 - 50 39
Terminvereinbarung zur stationären und ambulanten Aufnahme
T: 0 29 21 / 391 - 45 90
So finden Sie uns
Christliches Klinikum Soest | MITTE
(ehem. Marienkrankenhaus)
Widumgasse 5
59494 Soest