Leistungsspektrum


Das Behandlungsspektrum der Klinik für Gefäß- und endovaskuläre Chirurgie umfasst neben der konventionellen gefäßchirurgischen Therapie vor allem den Bereich der endovaskulären Therapie. Diese so genannten minimalinvasiven Therapieverfahren (Katheterverfahren) ermöglichen eine hochmoderne Versorgung der Patienten.


  • Das Ärzte-Team um Chefärztin Dr. Klemp behandelt ein großes Spektrum an gefäßchirurgischen Erkrankungen:

    • Eingriffe an der Halsschlagader(Carotis-Chirurgie) und Einsatz von Stents
    • Bauchschlagaderchirurgie: offen chirurgisch und Stentprothesenimplantation
    • Nierenarterien- und Eingeweideschlagaderchirurgie
    • Becken- und Beinschlagaderrekonstruktionen: bei Durchblutungsstörungen (AVK) u.a. mit Hilfe interventioneller Maßnahmen (PTA)
    • Chirurgie der Kompressionssyndrome (Gefäßeinengung)
    • Rippenresektion (operative Entfernung von bestimmten Gewebeteilen der Rippe): bei Rippen -und/oder Schlüsselbeinenge, bei   Brustkorbauslassenge (TOS) und bei Brustkorbeinlassenge (TIS Paget-von-Schroetter-Syndrom)
    • Kompartmentspaltungen bei Kniekehlenenge (Poplitea-Entrapment)
    • Dialyse-Shunt-Chirurgie
    • Chirurgische und endovaskuläre (Radiowellentherapie) Behandlung von Krampfadern (Varizen)
    • Amputationschirurgie
    • Endovenöse Rekanalisationsverfahren bei akuten und chronischen Venenverschlüssen
    • Atherektomien des peripheren Gefäßsystems
    • Aspirationsthrombektomien und Lysetherapien bei akuten arteriellen Verschlüssen
    • Implantation von Barorezeptorstimulatoren bei schwerer arteriellen Hypertonie

  • Bei der Carotisstenose handelt es sich um eine Verengung der inneren, hirnversorgenden Halsschlagader. Sind mehr als 70 Prozent verengt, besteht ein erhöhtes Risiko einen Schlaganfall zu erleiden. Er ist die Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns – etwa 200.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall.

    Die Diagnose einer Carotisstenose wird in erster Linie mittels Duplexsonographie (Ultraschalluntersuchung) schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung gestellt. Bei nicht eindeutigem Befund und zur Planung einer etwaigen Behandlung wird häufig auch eine Magnetresonanztomographie mit Darstellung der Gefäße und des Gehirns durchgeführt.

    Verbessert die konservative Therapie mit Medikamenten die Carotisstenose nicht, ist eine Operation notwendig. Ein Schwerpunkt des Teams um Chefärztin Dr. Klemp ist die Behandlung der Patienten mit endovaskulären Verfahren – das heißt, die Behandlung erfolgt durch die Blutgefäße. Bei der Stent-Angioplastie wird das verengte Gefäß der Halsschlagader mittels eines Gittergerüstes unterstützt.

    Bei einer offenen Operation wird die Halsschlagader über einen kleinen Schnitt am Hals freigelegt und die Verkalkung ausgeschält. Je nach Befund wird das abgetrennte Gefäß wieder angenäht oder zur Rekonstruktion eine Patchplastik (Kunststoffflicken) eingefügt. Während der Operation wird die Gehirndurchblutung kontinuierlich kontrolliert, um Durchblutungsstörungen rechtzeitig zu erkennen. Am Ende der Operation wird mittels einer Gefäßdarstellung mit Kontrastmittel (Angiographie) das Ergebnis des Eingriffes überprüft.


  • Die überwiegende Zahl der Aortenaneurysmen (Erweiterung der Hauptschlagader) bleibt klinisch stumm. Die Betroffenen haben keine Symptome. Mit der schmerzfreien und nicht belastenden Ultraschalluntersuchung können 95 Prozent der Bauchaortenaneurysmen diagnostiziert werden.

    Zur Therapie einer Aussackung der Hauptschlagader hat sich das endovaskuläre Verfahren – die Behandlung durch die Blutgefäße – etabliert. Hierbei platzieren die Chirurgen an der geschädigten Stelle eine flexible netzartige Gefäßstütze (Stentprothese, teilweise medikamentenbeschichtet), die anschließend die Funktion der Gefäßwand übernimmt.
    Der Vorteil hierbei: Anstatt den Bauch zu öffnen, benötigen die Chirurgen nur einen kleinen Einschnitt an den Leisten, um den Stent unter Röntgenkontrolle durch die Arterie bis zur Aussackung zu schieben und dort passgenau zu platzieren. Dies ist für Patienten weitaus schonender, auch die Schmerzen sind wesentlich geringer.

    Offene Gefäßoperationen kommen meist dann infrage, wenn die angiologisch konservative Therapie oder endovaskuläre Methoden keine Verbesserungen mehr erwarten lassen.


  • Fast jeder hat sie: Krampfadern – medizinisch Varizen. Wenn sich im Laufe des Lebens Venen verändern, kann das zu einem Venenleiden führen. Dvon sind Frauen sind häufiger als Männer. Die bläulich schimmernden Krampfadernin den Beinen sind stellenweise knotenförmig erweiterte und oft geschlängelte Venen.

    Die Ärzte-Team um Dr. Klemp behandelt Varizen endovaskulär mit der Radiowellentherapie. Das ist ein modernes und besonders sanftes Katheterverfahren. Zu einer Operation bei einem Venenleiden raten die Phlebologen und Gefäßchirurgen am Marienkrankenhaus Soest meist, wenn große oberflächliche Venen zu Krampfadern erweitert sind oder sich ein offenes Bein zu entwickeln droht.
    Ziel des Eingriffes ist es, den krankhaften Rückfluss des Blutes durch die erweiterte Vene ins Bein zu stoppen und so die Ursache von Schwellungen, Schweregefühl, Stauungsbeschwerden und Schmerzen auszuschalten.

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    Neben konservativen Maßnahmen - wie medikamentöser Therapie, physikalischer Therapie und elastischer Kompression - kommen vermehrt operative und interventionelle Verfahren zur Anwendung, sei es über Entfernung der Gerinnsel (Thrombose) vor Ort oder über eine Punktion der Vene endovasculär mit Aufdehnen und/oder Setzen eines Stents im Bereich der Enge oder des Verschlusses der Vene.